Ein kleiner, gut sichtbarer Schwimmer mit Segelchen aus Kunststoffplatte treibt in der oberen Wasserschicht. Befestige ein preiswertes Bluetooth-GPS-Tag in einer wasserdichten Hülle, starte die Aufzeichnung und verfolge die Bahn vom Ufer. Notiere Windrichtung, Pegelstand und Hindernisse. Sammle mehrere Tracks an unterschiedlichen Tagen. Mithilfe einfacher Karten-Apps überlagerst du Wege, erkennst Rezirkulationen und bevorzugte Pfade. So entsteht eine anschauliche Skizze lokaler Oberflächenströmungen, die deine Probenahmeplätze besser erklären hilft.
Notiere für den nächstgelegenen Referenzpunkt Hoch- und Niedrigwasser, deren Zeiten und Höhen. Bedenke zeitliche Verschiebungen in Buchten und die Rolle von Luftdruck und Windstau. Erkenne, dass Strömungsumkehr nicht exakt mit Hoch- oder Niedrigwasser zusammenfällt. Beobachte Treibgut, Schaumlinien und Wirbel an Pfählen, um die Theorie zu prüfen. Mit dieser Kombination aus Vorhersage und Beobachtung vermeidest du Fehlinterpretationen, planst Messungen um Kippmomente und stehst nicht plötzlich an einem überfluteten Uferabschnitt.
All Rights Reserved.